Webbrowser

Der Bereich Ihres direkten Internetzugangs ist in aller Regel das erste Einfallstor für Schadware.
Aus diesem Grund sollte hier auch zuerst auf eine grundlegende Absicherung geachtet werden.

Punkt 1: "Ist er der Richtige?"

Man hört immer wieder, dass nur „der eine“ Browser der Richtige ist und sonst keiner etwas taugt. Doch welcher ist „der Richtige“?! Unserer Ansicht nach ist derjenige „der Richtige“, der Ihnen am ehesten zusagt. Da man heute fast jeden Browser mit Erweiterungen ausstatten kann, behalten Sie einfach Ihren „Lieblingsbrowser“.


Punkt 2: Burgtor und Zugbrücke

Viel wichtiger ist nämlich die Installation bestimmter Erweiterungen in Ihren Lieblingsbrowser.
Wir empfehlen da genau drei:
1) HTTPS Everywhere kommt mit einer Datenbank an Internetadressen, die eine https-Verbindung anbieten. Surfen Sie beispielsweise durch Aufruf von www.domain.de eine nicht verschlüsselte Seite an, ruft diese Erweiterung direkt die verschlüsselte Seite auf, sofern diese bekannt ist.
2) AdBlocker filtern die von Ihnen aufgerufenen Seiten nach Werbeinhalten und blenden diese recht zuverlässig aus.
3) NoScript-Add-Ons verhindern jedwede Ausführung und Anzeige eingebetteter Inhalte. Sie erhöhen zwar zum Anfang den Aufwand für Sie, sind aber das zuverlässigste Mittel, gefährliche Inhalte abzuwehren. Ist ein Inhalt blockiert, prüfen Sie genau, ob Sie diesen zulassen möchten. Ist dies der Fall, geben Sie den Inhalt temporär oder dauerhaft frei.
4) Mehr? Es spricht nichts gegen weitere Erweiterungen, die noch andere Zwecke erfüllen. Achten Sie nur auf Überschneidungen, damit die Add-Ons sich nicht in die Quere kommen und übertreiben Sie es nicht. Niemand braucht 20 und mehr Erweiterungen. Zumal Sie damit Ihren Browser und in letzter Konsequenz auch Ihr System stark verlangsamen.


Punkt 3: Besser nicht in der Vergangenheit leben...

Verzichten Sie – sofern Sie können – auf den Aufruf von Seiten, die noch immer auf Flash-Inhalte setzen. Wann immer Sie den Adobe Flashplayer, auch Shockwave Flashplayer, benötigen, sind Sie potentiellen Gefahren ausgesetzt. Diese Software weist seit mehreren Jahren immer wieder gravierende Sicherheitslücken auf.
Außerdem hat sich längst HTML5.0 als neuer Standard etabliert. Er definiert selbst einen Mediaplayer.


Punkt 4: Java, aber...

Java-Applets sind eine großartige Sache. Prüfen Sie jedoch äußerst sorgfältig, ob Sie diese wirklich ausführen müssen und wollen. Da dies vollwertige Programme sind, können Sie, falls sie aufgrund von Schwachstellen aus ihrer sicheren Laufzeitumgebung ausbrechen, Manipulationen – sinnvoller wie bösartiger Art! – an Ihrem System vornehmen.

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